Kinder bei der AWO Frankfurt
Orte, an denen Kinder wachsen können
Als AWO Kreisverband Frankfurt am Main e. V. begleiten wir Kinder und Familien in 21 Kindertagesstätten in Frankfurt am Main. Von der Krippe über den Kindergarten bis zum Hort schaffen wir Orte, an denen Kinder Geborgenheit und verlässliche Beziehungen erfahren, Freundschaften schließen, ihre Fähigkeiten entdecken und ihre Welt aktiv mitgestalten können.
Unser pädagogischer Auftrag umfasst weit mehr als Betreuung: Wir verstehen unsere Kindertagesstätten als Bildungsorte, Lebensräume und Orte gelebter Demokratie. Hier dürfen Kinder neugierig sein, Fragen stellen, forschen, spielen, ausprobieren, Entscheidungen treffen und Gemeinschaft erleben.
Dabei stehen die Bedürfnisse, Interessen, Rechte und individuellen Entwicklungsmöglichkeiten jedes einzelnen Kindes im Mittelpunkt unserer Arbeit.
Unser Auftrag als Träger
Bildung, Erziehung und Betreuung mit Verantwortung
Als Träger von 21 Kindertagesstätten in Frankfurt am Main übernehmen wir Verantwortung für eine hochwertige, verlässliche und zukunftsorientierte frühkindliche Bildung, Erziehung und Betreuung.
Fachlich fundiert
Unsere pädagogische Arbeit orientiert sich am gesetzlichen Förderauftrag, am Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan und an aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen. Sie wird getragen von den Grundwerten der Arbeiterwohlfahrt: Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit.
Von Werten getragen
Diese Werte prägen das tägliche Miteinander in unseren Kitas. Wir möchten Kinder darin stärken, sich selbst und andere wertzuschätzen, Verantwortung zu übernehmen, unterschiedliche Perspektiven kennenzulernen und respektvoll mit Vielfalt umzugehen.
Verlässlich und lernend
Unsere Aufgabe ist es, verlässliche Rahmenbedingungen zu schaffen, in denen qualifizierte pädagogische Mitarbeitende Kinder aufmerksam begleiten und Bildungsprozesse individuell unterstützen können. Gleichzeitig entwickeln wir die Qualität unserer pädagogischen Arbeit kontinuierlich weiter – durch fachliche Beratung, Reflexion, Fort- und Weiterbildung sowie systematische Qualitätsentwicklung.
Was unsere Arbeit jeden Tag leitet
Unsere pädagogische Haltung
Kompetent, neugierig und einzigartig
Wir sehen jedes Kind als eigenständige Persönlichkeit, die von Geburt an Fähigkeiten, Kompetenzen, Interessen und eine natürliche Neugier mitbringt.
Kinder sind aktive Gestalter ihrer eigenen Bildungsprozesse. Sie lernen, indem sie beobachten, spielen, fragen, ausprobieren, Beziehungen eingehen, Erfahrungen sammeln und ihre Umwelt mit allen Sinnen entdecken. Jedes Kind tut dies auf seine eigene Weise und in seinem individuellen Tempo.
Unsere Aufgabe besteht deshalb nicht darin, für alle Kinder denselben Weg vorzugeben. Wir schaffen vielmehr eine bewusst gestaltete, anregende und sichere Umgebung, in der Kinder ihre Fähigkeiten entfalten, eigene Erfahrungen machen und zunehmend selbstständig handeln können. Unsere pädagogischen Mitarbeitenden begleiten sie dabei aufmerksam und wertschätzend, geben Orientierung und Sicherheit und setzen gezielte Bildungsimpulse.
Wir vertrauen auf die Fähigkeiten der Kinder und nehmen ihre Gedanken, Gefühle, Bedürfnisse und Ideen ernst.
Bildung entsteht im Alltag
Kinder lernen überall und jederzeit. Beim gemeinsamen Spielen, beim Erzählen einer Geschichte, beim Bauen, Forschen und Experimentieren, in Konflikten, bei gemeinsamen Mahlzeiten oder wenn sie Verantwortung für eine Aufgabe übernehmen.
Deshalb verfolgen wir ein ganzheitliches Bildungsverständnis. Unsere pädagogische Arbeit verbindet unterschiedliche Bildungsbereiche und orientiert sich an den Interessen, Fragen und Lebenswelten der Kinder.
Zu unseren wichtigen pädagogischen Bildungsbereichen gehören unter anderem Sprache und Kommunikation, sozial-emotionale Kompetenzen, Bewegung und Sport, Musik, Kunst und ästhetische Bildung, mathematische und naturwissenschaftliche Erfahrungen, Medienkompetenz, Gesundheit und Ernährung sowie Bildung für nachhaltige Entwicklung.
Unsere pädagogischen Mitarbeitenden beobachten aufmerksam, was Kinder beschäftigt und interessiert. Daraus entstehen Bildungsimpulse, Projekte und Alltagserfahrungen, an deren Gestaltung die Kinder aktiv beteiligt werden.
Sichere Beziehungen schaffen Raum für Entwicklung
Kinder brauchen Sicherheit und verlässliche Beziehungen, um neugierig die Welt zu entdecken. Deshalb haben eine wertschätzende Haltung, Vertrauen und stabile Beziehungen in unseren Kindertagesstätten einen hohen Stellenwert.
Besonders in den ersten Lebensjahren bildet eine sichere Bindung eine wichtige Grundlage für Lernen, Wohlbefinden und die Entwicklung von Selbstständigkeit. Doch auch ältere Kinder brauchen Erwachsene, die ihnen zuhören, sie ernst nehmen, Orientierung geben und ihnen gleichzeitig Freiräume zutrauen.
Unsere pädagogischen Mitarbeitenden verstehen sich als aufmerksame Begleiterinnen und Begleiter kindlicher Bildungs- und Entwicklungsprozesse. Sie geben Kindern Sicherheit, unterstützen sie bei Herausforderungen und ermutigen sie, eigene Lösungswege zu finden.
Vielfalt gehört zu uns
Frankfurt ist vielfältig – und diese Vielfalt spiegelt sich auch in unseren Kindertagesstätten wider.
Kinder und Familien bringen unterschiedliche Sprachen, Lebensgeschichten, kulturelle Erfahrungen, Fähigkeiten, Familienformen und Perspektiven mit. Wir verstehen diese Verschiedenheit als Bereicherung unserer Gemeinschaft.
Jedes Kind hat das gleiche Recht auf Bildung, Beteiligung, Schutz und individuelle Persönlichkeitsentfaltung.
Inklusion bedeutet für uns, Kinder in ihrer Verschiedenheit wahrzunehmen und individuell zu begleiten – unabhängig von ihren körperlichen, geistigen oder psychischen Fähigkeiten. Gleichzeitig fördern wir einen respektvollen und vorurteilsbewussten Umgang miteinander.
Demokratie beginnt in der Kita
Kinder erleben bei uns, dass ihre Stimme zählt
Demokratiebildung ist für uns kein einzelnes Projekt und kein Thema, das nur zu bestimmten Anlässen stattfindet. Demokratie wird im Alltag erlebt.
Kinder haben das Recht, gehört und an Entscheidungen beteiligt zu werden, die sie selbst und ihre Gemeinschaft betreffen. Deshalb schaffen wir in unseren Kindertagesstätten alters- und entwicklungsangemessene Möglichkeiten zur Mitbestimmung und Partizipation.
Kinder erleben bei uns, dass ihre Stimme zählt. Sie können beispielsweise ihre Wünsche und Ideen einbringen, bei der Gestaltung von Projekten und Aktivitäten mitwirken, gemeinsam Regeln entwickeln und Entscheidungen des Alltags mitgestalten. Dabei erfahren sie auch, dass Menschen unterschiedliche Bedürfnisse, Meinungen und Perspektiven haben können.
Was wir darunter verstehen
Demokratiebildung bedeutet für uns, Kinder darin zu unterstützen,
ihre eigene Meinung zu entwickeln und auszudrücken,
anderen zuzuhören und unterschiedliche Perspektiven wahrzunehmen,
Entscheidungen gemeinsam auszuhandeln,
Verantwortung für sich und andere zu übernehmen,
Konflikte respektvoll und konstruktiv zu lösen,
Vielfalt als selbstverständlichen Teil des Zusammenlebens zu erleben und
ihre Rechte sowie die Rechte anderer kennenzulernen und zu achten.
So erfahren Kinder frühzeitig, was Teilhabe, Respekt, Verantwortung, Gleichberechtigung und Gemeinschaft bedeuten. Demokratie wird dadurch konkret und im täglichen Zusammenleben erfahrbar.
In der Rahmenkonzeption verankert
Unsere Rahmenkonzeption verankert die Beteiligung und Mitwirkung von Kindern ausdrücklich als Teil der Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention.
Recht auf Beschwerde
Dazu gehört auch das Recht von Kindern, sich in persönlichen Angelegenheiten zu beschweren.
Schutz beginnt im täglichen Miteinander
Kinderrechte & Kinderschutz
Das Wohl und der Schutz der uns anvertrauten Kinder haben für uns hohe Priorität. Kinder haben ein Recht auf Sicherheit, körperliche und seelische Unversehrtheit, Beteiligung, Privatsphäre und Schutz ihrer persönlichen Grenzen.
Unsere pädagogische Arbeit berücksichtigt die Kinderrechte nach der UN-Kinderrechtskonvention. Dazu gehören geeignete Möglichkeiten zur Beteiligung und Mitwirkung ebenso wie Beschwerdeverfahren, durch die Kinder ihre Anliegen und persönlichen Beschwerden äußern können.
Kinderschutz verstehen wir dabei nicht nur als Reaktion auf mögliche Gefährdungen. Er beginnt im täglichen Miteinander: indem Kinder ernst genommen werden, ihre Grenzen respektiert werden, sie altersgerecht über ihre Rechte informiert werden und verlässliche Ansprechpersonen haben.
Auch in der übergeordneten Trägerkonzeption wird die konsequente Umsetzung gesetzlicher Richtlinien zum institutionellen Kinderschutz als zentraler Bestandteil der Arbeit beschrieben. Ziel ist ein sicheres und unterstützendes Umfeld für alle Kinder.
Gemeinsam mit Familien
Erziehungspartnerschaft auf Augenhöhe
Eltern und Erziehungsberechtigte kennen ihre Kinder am besten. Deshalb verstehen wir die Zusammenarbeit mit Familien als wichtige Bildungs- und Erziehungspartnerschaft.
Ein offener, respektvoller und vertrauensvoller Austausch hilft uns dabei, die Bedürfnisse und die Entwicklung eines Kindes ganzheitlich wahrzunehmen. Gleichzeitig möchten wir Familien transparent über unsere pädagogische Arbeit informieren und ihnen Möglichkeiten zur Beteiligung und Mitwirkung eröffnen.
Anregungen, Fragen und konstruktives Feedback verstehen wir als Chance zur gemeinsamen Weiterentwicklung. Denn gute pädagogische Arbeit entsteht dort, wo Kinder, Familien, pädagogische Mitarbeitende und Träger vertrauensvoll zusammenwirken.
Ihr Ansprechpartner
Marcus Fischer-Reitgassl
Abteilungsleiter Kindertagesstätten